Dynamic Pricing – praxistauglich auch für kleine Unterkünfte?

von David Lehnen | vor 6 Tagen


Um Dynamic Pricing auch in kleinen Hotels strategisch clever einzusetzen, muss zunächst einmal die Idee hinter dem Konzept klar sein. Sie wird schon etwas deutlicher, wenn wir sie mit den Begriffen „auslastungsabhängige Preisstrategien“ beschreiben. Es geht also darum, Zimmer oder Unterkunftspreise zu erhöhen oder zu senken, je nachdem, wie viele Reservierungen zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits vorliegen.

Ein Werbeslogan macht es vor

Sie kennen sicher die Fernsehwerbung des Anbieters von Luxusunterkünften „Secret Escapes“: Bis zu 70% Rabatt, denn auch Luxushotels möchten keine leeren Zimmer. Dieses Werbekonzept unterliegt der klassischen Idee des Dynamic Pricing: Sind kurzfristig noch viele Zimmer frei, sinken die Preise. Das Ziel: eine höhere Auslastung. Schließlich ist ein vergünstigtes Zimmer immer noch besser, als ein leeres Zimmer. Es existiert aber auch der umgekehrte Fall, in dem für einen Zeitraum in der Zukunft bereits beinahe jedes Zimmer gebucht ist. In dieser Situation überwiegt die Nachfrage dem Angebot. Dann können Mieteinheiten auch teurer werden und die Gewinnspanne erhöht sich ganz risikofrei. Die Zahlungsbereitschaft des Gastes wird also bestmöglich abgeschöpft. Ein schönes Beispiel dafür liefert auch die Flugbranche. Viele Urlaubsreisende gehen bei Flug- und Hotelbuchungen gerne auf „Nummer Sicher“. Wer riskiert schon gerne den lang ersehnten Urlaub? Deshalb sind Flüge lange vor dem Flugtermin nicht selten sehr teuer. Die Gesellschaften wissen – ebenso bei Geschäftsreisenden –, dass wenig Spielraum vorliegt und der Transport von A nach B in jedem Fall gebucht wird – egal, wie teuer. 

Volle Kontrolle über die Preisstrategie

Von den „Großen“ abgeschaut, sorgen sich vor allem kleine Betriebe vor einem Kontrollverlust beim Dynamic Pricing. Denn Preise werden nicht mehr manuell festgesetzt, sondern verändern sich ganz automatisch. An dieser Stelle ist ganz wichtig: Wie sich die Preise verändern, entscheiden die Gastgeber immer selbst durch die Definition von klaren Regeln und behalten damit die volle Kontrolle über die Preisstrategie. In RESAVIO können daher Regeln formuliert werden, wie etwa: Wenn eine Auslastung von lediglich 50% im Zeitraum von jetzt bis in drei Monaten in der Zukunft vorliegt, sinken die Preise um X%. Sind die Regeln einmal klar definiert, nimmt das System dem Hotelier viel Arbeit ab, indem die Preisanpassungen völlig automatisiert vonstatten gehen – ohne Zusatzkosten. 

Dynamic Pricing maximiert Auslastung und Umsatz

Die dynamische Preisanpassung ist ein machtvolles Instrument auch für Betreiber kleiner Unterkünfte. Dabei ist es nicht zwingend nötig, über zusätzliche Revenue Management Funktionen die Zimmerpreise beinahe stündlich anzupassen. Gerade in kleineren und familiengeführten Betrieben genügt es schon, eine solide Preisstrategie aufzusetzen, die dazu beiträgt, dem richtigen Gast den besten Preis zum besten Zeitpunkt anzubieten. 

Doch nicht jedes Verwaltungssystem bietet die technischen Möglichkeiten, um Preisanpassungen transparent und risikofrei vorzunehmen und sie direkt an die genutzten Vertriebs-Channel wie Booking.com oder Expedia weiterzuleiten. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Hotelsoftware also darauf, dass der Funktionsumfang sowohl ein Dynamic Pricing als auch ein Channel-Management umfasst. Nur so holen Sie das Maximum aus Ihrer Verfügbarkeit heraus.