Mehr Reichweite und Auslastung durch Metasuchmaschinen für Hotels

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Der moderne Reisende organisiert sich selbst. Reisebüros und Agenturen spüren schon lange eine sinkende Nachfrage und sind darüber hinaus Leidtragende der Corona-Pandemie geworden. So wird der Erfolg von Preissuchmaschinen für Hotels und Unterkünfte wohl nach der Pandemie und den Reise-Stops weiter wachsen. Gastgeberinnen und Gastgeber können das veränderte Online-Buchungsverhalten in 2021 positiv für sich nutzen. 

Wer sein Angebot dort präsentiert, wo Menschen eine Unterkunft suchen, hat schon mal eine hohe Reichweite erzielt. Wenn das Angebot dann auch die Nachfrage trifft, ist Erfolg in Sicht. Doch Suchmaschine ist nicht gleich Suchmaschine. Inzwischen gibt es einige große Player am Markt, deren Kerngeschäft darin besteht, Unterkunfts-Webseiten zu durchsuchen und Angebote aufzubereiten und zu vergleichen. Darunter die bekannten Marken Trivago, Google, TripAdvisor und Kayak.

Das (neue) Geschäftsmodell: CPA statt CPC

Trivago listet inzwischen mehr als fünf Millionen Unterkünfte. Bei jeder Suchanfrage über die Website durchleutet der Dienst tausende Websites von Unterkünften und auch die Buchungsportale wie etwa Booking.com. Die verfügbaren Daten werden gesammelt und aufbereitet. Sortiert nach Preis oder Bewertung erhält der Gast eine Liste von Unterkünften und Preisen. Ein Klick leitet direkt zum buchbaren Angebot weiter.

So funktionieren im Prinzip alle Metasuchmaschinen. Das Geschäftsmodell dahinter bediente sich bis zur Corona-Krise der Einnahmen aus sogenannten CPC (Cost-per-Click)-Kampagnen. Das bedeutet, dass Unterkünfte dann zahlen, wenn potentielle Gäste zur Buchung des Übernachtungs-Angebots auf die eigene Website weitergeleitet wurden - also für jeden Klick. Wie viel ein Klick wert ist, bestimmt der Gastgeber dabei selbst. Höhere Gebote versprechen aber mehr Sichtbarkeit, natürlich. 

Die Corona-Krise hat jedoch dazu geführt, dass mehr und mehr Suchmaschinen von Cost-per-Click auf Cost-per-Akquisition (CPA) umstellen. Dieses Abrechnungsmodell ist in Zeiten vieler Stornierungen deutlich fairer für die Gastgeber. Denn gezahlt wird beim CPA-Modell erst, wenn der Gast auch tatsächlich angereist ist. Wird der Aufenthalt vorher storniert, fallen keine Kosten an. 

Google Hotel Ads: Ihr Website-Preis in der Google-Suche

Eine immer wichtiger werdende Suchmaschine für Hoteliers ist Google. Für vermutlich jede denkbare Fragestellung unseres Alltags ist sie schon die Nummer-eins-Suchmaschine. Die weit verbreitete Nutzung macht sich der Konzern zu nutze, um auch Angebote von Hotels sichtbarer und sogar direkt buchbar zu machen. Bereits bei der ersten Google Suche z.B. nach “Hotels in Berlin” sind konkrete Angebote zu finden und können mit wenigen Klicks gebucht werden. Google Hotel Ads heißt die Sparte, die sowohl eine Metasuchmaschine als gleichzeitig auch ein Buchungsportal für Hotels und Unterkünfte ist. Ob Gastgeber pro Klick auf die Anzeige oder provisionsbasiert zahlen möchten, entscheiden sie selbst. Dieser Kanal wird für Unterkünfte immer relevanter - nicht zuletzt aufgrund der sehr guten mobilen Nutzung. 

Den Online-Buchungsprozess begünstigen

Mit der Weiterleitung von Gästen über die Metas auf die eigene Website ist es für Gastgeber aber noch lange nicht getan. Denn der Erfolg liegt ja letztlich beim Buchungsabschluss. Auf dem Weg dorthin kann aber noch einiges schief gehen:

Die Website ist nicht optimiert, veraltet und enthält nicht die richtigen Informationen:
Nichts ist ärgerlicher, als einen potentiellen Gast über die Metasuchmaschine auf die eigene Website gelockt zu haben - und dann zu verlieren. Doch häufig wird der Buchungsprozess nicht richtig zu ende gedacht oder die Relevanz für eine optimierte Website unterschätzt. Es zählt eben nicht nur der gute Preis für das Zimmer. Eine Hotel-Website ist das digitale Aushängeschild des Betriebs und muss Gäste intuitiv zur Buchung begleiten. Versteckte Kontaktformulare, ellenlange Begrüßungstexte oder verpixelte Bilder sind dabei völlig Fehl am Platz. Eine moderne Website ist responsiv, das heißt, sie passt sich für jede Auflösung mobiler Endgeräte automatisch an und ist damit besonders benutzerorientiert. Klare, aufgeräumte Seiten mit einer guten Struktur sind wichtig, um Gäste nicht zu verlieren. Authentische Bilder und Gästebewertungen tragen zum positiven Gesamteindruck bei.

Die Buchungsstrecke auf der eigenen Website ist fehlerhaft und irreführend:
Wer vorhat, ein Zimmer zu buchen, möchte diesen Prozess einfach und schnell abschließen. Die intensive Nutzung des Smartphones für alle möglichen Aufgaben des Alltags sowie schnell konsumierbare Inhalte auf Social Media Kanälen haben uns ungeduldig gemacht. Eine Buchungsstrecke auf der eigenen Website muss deshalb geradlinig sein und die Online-Buchung mit wenigen Klicks ermöglichen. Darüber hinaus kann sie den Buchungsabschluss durch spezialisierte Conversion-Tools begünstigen. Zum Beispiel überzeugen positive Erfahrungsberichte anderer Gäste zusätzlich vom Angebot. Ebenso können Bestpreis-Garantien und Frühbucherrabatte zu einer höheren Konversionsrate führen.

Ganzheitlich denken
Nach der Corona-Pandemie und den Lockerungen von Reisebeschränkungen können Unterkünfte ihre Auslastung schnell maximieren, indem sie jeden Vertriebskanal optimal nutzen. Metasuchmaschinen sind in Zeiten eines immer stärkeren, digitalen Buchungsverhaltens enorm wichtig. Sie befriedigen das Bedürfnis von Gästen, sich einen Überblick über alle relevanten Angebote zu verschaffen und das beste Angebot daraus wählen zu können. Außerdem genießen sie hohe Reichweiten und können zahlreiche Gäste auf die Hotelseite locken. Doch mit der reinen Listung auf den Vergleichsportalen ist noch keine hohe Auslastung garantiert. Die eigene Website inklusive Online-Buchungssystem muss optimiert sein. Nur wer die Reise des Gastes gedanklich bei der Recherche beginnt und bis zum Buchungsabschluss gut durchdenkt, ist erfolgreich. Nutzen Sie die Lockdown-Phase, um sich bestmöglich auf den Neu-Einstieg vorzubereiten und keinen Gast zu verpassen!