Achtung: Betrug mit nachgebauten Hotel-Websites

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In jüngster Vergangenheit wurde uns nun bereits mehrfach von einer Betrugsmasche berichtet, bei der Betrüger die Websites von Hotels inklusive Buchungssystem nachbauen und unter einer ähnlichen Domain im Internet veröffentlichen, mit dem Ziel die Daten von Buchenden abzugreifen.

Wie funktioniert der Scam?
Alles beginnt mit der Google-Suche des Gastes nach einer Unterkunft. Da die Fake-Websites geschickt für Suchmaschinen optimiert sind und häufig zusätzlich über Google Ads beworben werden, werden diese in den Google-Suchergebnissen oft oberhalb der originalen Website des Hotels angezeigt.
Auf der Fake-Website buchen die Gäste mit ihren echten Daten, im Vertrauen darauf, die offizielle Website des Hotels gefunden zu haben. In vielen Fällen werden dabei auch Zahlungsinformationen, wie z.B. Kreditkartendaten abgefragt. Die erbeuteten Daten werden anschließend durch die Betrüger verwendet, um eine tatsächliche Buchung im Namen des Buchenden beim Hotel selbst, oder über ein Buchungsportal vorzunehmen. Der Gast erhält in vielen Fällen eine echte Buchungsbestätigung, sodass zunächst kein Verdacht entsteht. Auch beim Hotel ist die Buchung im Falle von Rückfragen bekannt.
In der Folge erhalten die Buchenden dann Zahlungsaufforderungen der Betrüger, z.B. per E-Mail oder Whatsapp. Ob bei Buchung über die Fake-Website bereits eine Zahlung erfolgt ist spielt dabei keine Rolle. So erbeuten die Betrüger neben den sensiblen Daten der Gäste in zahlreichen Fällen auch noch größere Geldbeträge.

Was können Gastgeber tun, um dem Betrug vorzubeugen?
  • Monitoring: regelmäßig die Google Suchergebnisse prüfen, d.h. nach sich selbst googeln
  • Google Business Eintrag aktualisieren (oder anlegen, falls nicht vorhanden) und sicherstellen, dass die eigene, offizielle Website verlinkt ist
  • selbst Werbung bei Google schalten und dabei den eigenen Hotelnamen als Suchbegriff berücksichtigen - so ist man auch oben in den Anzeigen sichtbar und macht die Kampagnen teurer für Dritte
  • Metasearch-Schnittstellen nutzen, um mit der offiziellen Website im Preisvergleich gelistet zu werden
  • eigene Stammgäste über Betrugsmasche informieren und dafür sensibilisieren, dass nur über die eigene Domain und das offizielle Buchungssystem unter https://resavio.com gebucht werden soll

Was können betroffene Gastgeber tun?
  • Werbung für die Fake-Websites bei Google als Betrug melden
  • Anzeige erstatten, ggf. Rechtsbeistand einholen
  • versuchen die Sperrung der Domain zu erwirken
  • potentiell betroffene Gäste identifizieren und informieren